Announcement

T2S- und CEU-Releases: Verschiebung der Produktionseinführungen im November 2026 - Aktualisierung IIII

Settlement | CASCADE | Liquidity Solutions | TARGET2-Securities | Releases

Reference

Code
D26025
Service level
CEU Legacy
Last Updated
21.09.2026

Hinweis: Diese Kundenmitteilung, ursprünglich am 22. Mai 2026 veröffentlicht und am 20. Juli 2026 und 12. August aktualisiert, wurde erneut aktualisiert, um über die Verschiebung der T2S- und CEU-Releases und um über weitere Details zur CEU-Umsetzung von T2S-0798-URD zu informieren. Änderungen sind hervorgehoben.

Clearstream Europe AG1 informiert die Kunden über das bevorstehende TARGET2-Securities Release im November 2026 (T2S R2026.NOV). Gemäß Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in Abstimmung mit den angeschlossenen Zentralverwahrern und Zentralbanken die Auslieferung des gesamten Leistungsumfangs auf das

Wochenende 28. und 29. November 2026
für den Geschäftstag Montag, 30. November 2026

verschoben.

Hintergrund

Am 4. September 2026 wurde vom Eurosystem die Entscheidung getroffen, dass der Leistungsumfang des T2S R2026.NOV-Releases am 30. November 2026 bereitgestellt wird. Von der EZB wurde die nachstehende Information zur Weitergabe an die T2S Actors veröffentlicht:

Confirmation of two-week postponement for T2S release R2026.NOV

4 September 2026

The Eurosystem has decided to proceed with the planned November 2026 releases for its TARGET Services, shifting their deployment from 14 November 2026 to 28 November 2026. The decision follows the recent announcement by SWIFT to delay its Standards Release 2026 following the industry’s request for additional time to prepare for the removal of unstructured postal address.
The Eurosystem has assessed the impact of the SWIFT decision on its market infrastructures and on key stakeholders, in close collaboration with European market participants. To proceed with the planned scope of the releases for T2, T2S, TIPS and the Eurosystem Collateral Management System (ECMS), changes will need to be implemented by all stakeholders, necessitating a two-week delay.

Die Terminverschiebung betrifft den gesamten Leistungsumfang des T2S Release R2026.NOV und damit alle CEU-Kunden, unabhängig davon, ob der Kunde im ICP- und/oder DCP-Modus operiert.

T2S Release R2026.NOV – Leistungsumfang

Mit dem T2S-Release im November 2026 werden neun Change Requests (CR) in der Produktion bereitgestellt. Die Genehmigung wurde bereits vom T2S Steering Level erteilt. In dringenden Fällen, und wenn entsprechende Priorität gegeben ist, können weitere funktionale Anpassungen durch die Operational Managers Group (OMG) autorisiert werden. Werden solche Änderungen von T2S angekündigt, wird CEU die Kunden rechtzeitig informieren.

Mit dieser Kundenmitteilung informiert CEU die Kunden über den Leistungsumfang des T2S Release R2026.NOV und zeigt an, welche Anpassungen Auswirkungen auf Kunden von CEU haben können, die im ICP- und / oder DCP-Modus operieren.

  • Übersicht zu den T2S Change Requests

    Die beigefügte Aufstellung umfasst die neun von T2S genehmigten Change Requests (CRs). Weitere Einzelheiten zu diesen Anforderungen sind der entsprechenden EZB-Dokumentation2 zu entnehmen.
     
  • Fehlerbereinigungen (PBIs)

    CEU prüft regelmäßig die von T2S bereitgestellten Listen mit den ausstehenden Fehlerbereinigungen. Die Analyse der Mitte August 2026 bereitgestellen Liste zeigt, dass es derzeit vier Fehlerbereinigungen gibt, die Auswirkungen auf CEU-Kunden haben können, die im DCP-Modus operieren. CEU empfiehlt, die anhängende PBI-Liste auf Relevanz zu prüfen.

    Die Erfahrung aus den regelmäßigen Prüfungen dieser Listen zeigt, dass bis zum Produktionsstart eines T2S-Release weitere Tickets für die Implementierung autorisiert werden. Daher wird diese Kundeninformation mit neu priorisierten Fehlerbereinigungen aktualisiert werden.
     
  • Umsetzungszeitplan

    Die Einführung des T2S-Release in die Produktion ist für das letzte Wochenende im November 2026 vorgesehen. Die Auslieferung wird mittels des „Release Weekend Schedule” erfolgen. In Übereinstimmung mit dem Vorgehen zur Einführung der vorherigen T2S-Releases wird der Tagesablauf für den T2S Operational Day wegen der Implementierungsaktivitäten geändert. Die Einführung beginnt nach Abschluss der Tagesendverarbeitung („T2S End of Day”) am Freitag, 27. November 2026. CEU wird Anfang November 2026 einen voraussichtlichen Zeitplan für Änderungen zum Ablauf des Geschäftstags während des Einsatzwochenendes bereitstellen.

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick zu den wichtigen bevorstehenden T2S-Eckdaten der kommenden Monate.

T2S-Release im November 2026 - Umsetzungszeitplan3

Activity for T2S Release in November 2026

Datum

Service Transition Status Report for R2026.NOV in Pre-Production

Montag, 28. September 2026

OMG Go/No-go decision to deploy R2026.NOV to Pre-Production

Dienstag, 29. September 2026

Deployment of R2026.NOV to Pre-production

Freitag, 9. Oktober 2026

End of testing of R2026.NOV scope elements in Pre-Production

Mittwoch, 11. November 2026

Market Infrastructure Board (MIB) approves the R2026.NOV deployment to Production

Dienstag, 17. November 2026

Deployment of R2026.NOV to Production

Samstag, 28. November 2026

T2S CRs mit potenziellem Einfluss auf die Kunden

Die folgenden CRs ergänzen den derzeitigen Leistungsumfang und werden den CEU-Kunden nach der Implementierung des T2S Release R2026.NOV bereitstehen. CEU empfiehlt den Kunden, die Änderungen in Hinblick auf notwendige Anpassungen in den eigenen Systemen oder operativen Abläufen zu prüfen.

T2S-0828-URD “T2S should no longer release cash restrictions related to CoSD blocking at real-time closure”

Derzeit gibt T2S während der „Real-Time Settlement Closure“-Phase alle wegen eines CoSD blockierten Geldpositionen frei und versucht, sie erst am nächsten Abwicklungstag neu aufzusetzen. Daher unterbindet T2S zwischen der RTS-Schließung und dem Wiederaufsetzen der CoSD-Sperre eine externe Abwicklung. Mit diesem CR deaktiviert T2S den Prozess, der alle wegen eines CoSD blockierten Geldpositionen während der „Real-Time-Closure“-Phase freigibt, und wird stattdessen diese einem CoSD unterliegenden Geldpositionen während des T2S End of Day (EoD) auf dem „Dedicated Cash Account“ (DCA) behalten. So wird kontinuierlich sichergestellt, dass dieses Geld nach der Bestätigung einer externen Abwicklung auch zur Abwicklung auf T2S verwendet werden kann.

CEU-Kunden profitieren von diesem neuen Prozess, weil die externe Abwicklung gegen EUR auch für von Unified for New Opportunities (UNO) migrierte Wertpapiere möglich sein wird.

T2S-0843-SYS „Support UTI in T2S messages according to ISO 20022 CR 1408 ‘Change of UTI implementation’”

Der „Unified Transaction Identifier“ (UTI) ist eine einheitliche und eindeutige 52-stellige Referenz eines Wertpapiergeschäftes und all seiner Nachrichten, die alle betroffenen Parteien des Geschäftes nutzen können, um sich auf das Geschäft zu beziehen. Der UTI wird dazu genutzt, Wertpapiertransaktionen an ein Transaktionsregister („trade repository“) zu melden, so wie es von der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) oder der Securities Financing Transactions Regulation (SFTR) der EU verlangt wird.

Dieser T2S Change Request sorgt dafür, dass die UTI-Referenz in T2S-Nachrichten genutzt werden kann.

CEU-Kunden werden die UTI-Referenz im Xact Web Portal erfassen und sehen können. Im ClearstreamXact-Reporting wird sie folgendermaßen angezeigt werden:

:16R:LINK
:20U::TRRF//549300OL514RA0SXJJ442LS94203705455771120260720081143 [Beispiel für eine UTI]
:16S:LINK

T2S-0798-URD “T2S CoSD logic should support partial release of instructions”

Achtung: Temporäre Verschiebung der CEU-Implementierung4

Das „Conditional Settlement“ (CoSD, bedingte Abwicklung) ist ein Prozess, der eine Abwicklung in T2S nur ermöglicht, wenn zuvor eine Bedingung außerhalb von T2S erfüllt worden ist. Erst dann erfolgt die endgültige Buchung. Die CoSD-Regeln werden von den Zentralverwahrern (T2S In-CSDs) festgelegt. Sie entscheiden, welche Instruktionen einem „Conditional Settlement“ unterliegen.

CEU wendet das T2S-CoSD zum Beispiel auf Instruktionen an, die

  • in Märkten außerhalb von T2S (T2S Out-CSDs für NCSC-T-Wertpapiere) oder
  • gegen andere Währungen als EUR (Gegenwert wird über Clearstream Banking S.A. (CBL) zur Verfügung gestellt)

abgewickelt werden.

Der aktuelle T2S-CoSD-Prozess ist nicht mit der T2S-Teilabwicklung und -Teilfreigabe („partial settlement“ und „partial release“) kompatibel.

Dieser CR zielt darauf ab, eine teilweise Sperre und Freigabe von Instruktionen zu ermöglichen, die einem CoSD unterliegen. Wenn beispielsweise ein externer Zentralverwahrer (T2S Out-CSD) eine Teilabwicklung erlaubt, wird diese Teilabwicklung, sobald sie vom verantwortlichen T2S In-CSD bestätigt wurde, auch in T2S widergespiegelt.

Sobald die Funktionalität des CR 0798 zufriedenstellende Testergebnisse erzielt und von CEU implementiert werden kann, werden die CEU-Kunden von einer höheren Effizienz bei Teilfreigaben von Lieferungen und bei Teilabwicklungen von Erhaltsinstruktionen gegen alle möglichen Währungen mit Kontrahenten in

  • CBL oder
  • Euroclear Bank (EB, Abwicklung über die „Bridge“)

zu folgenden Bedingungen profitieren:

Die Teilfreigabe von Lieferinstruktionen und die Teilabwicklung von Erhaltsinstruktionen wird derzeit nicht für CEU-interne (CEU-CEU) Transaktionen gegen andere Währungen als EUR möglich sein. Die entsprechende Erweiterung dieses Service ist in einem späteren Release vorgesehen.

Für „CEU assets held via CBL“ (von UNO übertragene Wertpapiere sowie für Eurobonds (XS-ISINs), die beide in CEU bzw. T2S abgewickelt werden) wird Folgendes gelten:

ClearstreamXact-Reporting für die Teilabwicklung offener Erhaltsinstruktionen (MT548) von Transaktionen gegen CBL oder EB in EUR und Fremdwährung (und für weitere UNO-Märkte, die in Zukunft zur Teilabwicklung über CEU in T2S zugelassen werden) 

Gemäß dem Ansatz, der in Unified for New Opportunities Detailed Functional Specifications Wave One im Kapitel 3.3.2 beschrieben ist, wird das Reporting für die Teilabwicklung offener Erhaltsinstruktionen (MT548) als „Data Source Scheme“ (DSS) CEDE zusammen mit den folgenden Begründungen („reason codes“) anzeigen:

Vollständige Abwicklung ohne Teilabwicklungen:

:25D::SETT/CEDE/CDLR
:24B::PEND//CDLR
:70D::REAS// CBL (or EB) Settlement Confirmed. COSD Release Pending

Teilabwicklung (nicht die letzte):

:25D::SETT/CEDE/CDLR
:24B::PEND/CEDE/PAIN
:70D::REAS// CBL (or EB) Partial Settlement Confirmed. Partial COSD Release Pending

Letzte Teilabwicklung:

:25D::SETT/CEDE/CDLR
:24B::PEND/CEDE/PARC
:70D::REAS// CBL (or EB) Last Partial Settlement Confirmed. Last COSD Release Pending

Keine Änderung des Kennzeichens zur die Teilabwicklung für Erhaltsinstruktionen von Transaktionen gegen CBL oder EB in EUR und Fremdwährung (und für weitere UNO-Märkte, die in Zukunft zur Teilabwicklung über CEU in T2S zugelassen werden)

Wenn CEU-Kunden die Erhaltsinstruktion einer Transaktion gegen CBL oder EB in EUR oder Fremdwährung mit dem Kennzeichen PARC (Teilabwicklung erlaubt über einem definierten Gegenwert) oder PART (teilweise Abwicklung erlaubt) oder ohne explizite Kennzeichen zur Teilabwicklung instruieren, wendet T2S ein Gegenwert-Minimum an, während CBL und EB das nicht tun. Daher kann eine teilweise Lieferung von CBL oder EB unter dem T2S-Minimum nicht abgewickelt werden.

Für Erhaltsinstruktionen von Transaktionen in „CEU assets held via CBL“ (plus XS-ISINs, die über CEU/T2S abgewickelt werden), ist eine Änderung des Teilabwicklungsindikators nicht möglich, weder im Xact Web Portal noch über eine Nachricht vom Typ MT530. Daher empfiehlt CEU dringend, diese Erhaltsinstruktionen von Anfang an mit dem „Partial Settlement Indicator“ PARQ (Teilabwicklung erlaubt über einer definierten Stückzahl) zu instruieren. So werden keine Teillieferungen unterhalb des T2S-Gegenwert-Minimums von CBL oder EB aufgesetzt, die niemals in T2S abgewickelt werden können. 

CEU-Release

Nach der erfolgreichen Standardisierung von Prozessen, Services und im Reporting für Asset Servicing plant CEU nun, ein ähnliches Niveau für die Wertpapierabwicklung zu erreichen.

Ziel ist, das Serviceangebot an die T2S- und Swift-Standards anzupassen, sowie eine Harmonisierung zwischen CEU und CBL zu erreichen.

Das ClearstreamXact-Reporting für Kunden wurde und wird daher im Laufe der Jahre 2025 und 2026 erweitert. Mit dem Release im November 2026 werden die folgenden Anpassungen vorgenommen:

Optional Sequence C in MT530-Nachrichten

CEU-Kunden können ab November MT530-Nachrichten („Transaction Processing Command“) zur Übermittlung von Instruktionsanpassungen senden, ohne die Felder in der Swift Sequenz C („Additional Information“) berücksichtigen zu müssen.

Ablehnungen aufgrund der bisherigen Pflichtangabe dieser Sequenz entfallen.

Nutzung der MITI- Referenz bei Änderungs- und Stornoaufträgen

Mit dem Release können CEU-Kunden die Market Infrastructure Transaction Identifier (MITI)-Referenz für die folgenden Funktionalitäten an CEU senden:

  • Änderung von Instruktionen über MT530 Nachrichten unter Verwendung der im Feld :20C::MITI angegebenen MITI-Referenz und
  • Stornierung von Instruktionen über MT540-543 Nachrichten mit dem Kennzeichen CANC und der im Feld :20C::RELA angegebenen MITI-Referenz.

Diese Informationen werden sowohl im Xact Web Portal als auch im ClearstreamXact Settlement Reporting zur Verfügung gestellt und gelten für die Swift-Nachrichtentypen MT537, MT548 und MT544-547.

Nutzung der MITI- Referenz im MT900/910/950/camt.054 für Conditional Settlement (CoSD)

Um die Abwicklungs- und Cash-Instruktionen eines Conditional Settlement zu identifizieren, wird ab November die MITI-Referenz (Market Infrastructure Transaction Identifier) die bisherige CASCADE Auftragsnummer in den folgenden Reports ersetzen:

  • MT900
  • MT910
  • MT950
  • camt.054

Um im MT950 eine mögliche systemseitige Kürzung der MITI-Referenz mit ihren 16 Zeichen aus Platzgründen zu vermeiden, wird dort der Begriff „BOOK TRANSFER“ auf „BT“ verkürzt. Diese Änderung gilt nur für Intra-CSD (CEU-CEU) Fremdwährungstransaktionen. Das untenstehende Beispiel veranschaulicht die Änderung eines solchen MT950.

Aktuell:

:61:2605070507D4556,07FMSCC654171821BCC9A1//C654171821BCC9A1
BOOK TRANSFER (6XXXX)/RELA/XXXXXXX [CASCADE Auftragsnummer]:

Neu:

:61:2605070507D4556,07FMSCC654171821BCC9A1//C654171821BCC9A1
BT (6XXXX)/RELA/XXXXXXXXXXXXXXXX [MITI Referenz]

Überträge von CBL/EB zu CEU (“realignments”) für „CEU assets held via CBL“

Alle von UNO migrierten Wertpapiere sowie Eurobonds (XS-ISINs), die beide über CEU bzw. T2S abgewickelt werden, sind als „CEU assets held via CBL“ gekennzeichnet. In der Codelist oder im Xact Web Portal können ISINs darauf geprüft werden, ob sie zu den „CEU assets held via CBL“ gehören:

Codelist:

Unter der Überschrift „Other Information“ wird unter „CEU assets held via CBL“ ein „Ja“ angezeigt:

Xact Web Portal:

Unter der Überschrift „Flags & Eligibility“ wird unter „CEU assets held via CBL“ ein „Y“ angezeigt:

Überträge von CBL/EB zu CEU: neues Format

Mit dem CEU-Release im November 2026 wird das CBL-Format für Überträge von Positionen zwischen fünfstelligen CBL-Konten (als auch 6er-Konten) und siebenstelligen CEU-Konten

in den Feldern 95R::BUYR und 95R::SELL an das T2S Securities Account (SAC, T2S-Stückekonto)-Format angepasst.

Derzeitiges CBL-Format des BUYR- und SELL-Felds in Überträgen von NCSC-T-Gattungen:

  • :95R::BUYR/DAKV/XXXX
  • :95R::SELL/DAKV/XXXX

Zukünftiges CBL-Format des BUYR- und SELL-Felds in Überträgen für von Uno übertragene Wertpapiere:

  • :95R::BUYR/DAKV/DAKVXXXXxxx
  • :95R::SELL/DAKV/DAKVXXXXxxx

Prinzipiell empfiehlt CEU, statt des 95R-Feldes lieber das 95P-Feld in Kombination mit dem Feld 97A::SAFE zu verwenden:

  • :95P::SELL//SELLDEFFXXX oder :95P::BUYR//BUYRDEFFXXX
  • :97A::SAFE//44440000

Überträge von CBL/EB zu CEU: Abwicklung nur mit Matching

Mit dem CEU-Release im November 2026 wird für Positionen mit dem Kennzeichen „CEU assets held via CBL“ bei Überträgen von einem fünfstelligen CBL, einem 6er-Konto oder einem Euroclear-Banking-Konto (EB-Konto) auf ein 7-stelliges CEU-Konto das passive Matching in CEU nicht mehr verfügbar sein. Alle CEU-Kunden müssen matchende Erhaltsinstruktionen erfassen- insbesondere auch bei Realignments von 6er-Konten auf CEU Konten-, selbst wenn ihr empfangendes CEU-Konto als passiver Matcher in den CEU-Kundenstammdaten aufgesetzt ist.

Wenn ein Lieferer sicherstellen möchte, ob die Position, die an ein CEU-passive-Matcher-Konto geliefert werden soll, eine Erhaltsinstruktion benötigt (und somit der empfangende CEU-Kontrahent über die Lieferung informiert werden muss), kann in der Codelist oder im Xact Web Portal geprüft werden, ob die ISIN zu den „CEU assets held via CBL“ gehört (siehe Beschreibung oben).

Überträge von CBL/EB zu CEU: Änderungen beim „Allegement“-Service

Mit dem CEU-Release im November 2026 erhalten CEU-Kunden keine Anzeigen („allegements“) mehr für folgende Kontrahenten-Instruktionen: 

Transaktionen

  • in “CEU assets held via CBL“, die gleichzeitig
  • zwischen CEU-Konten und CBL-Konten, einschließlich 6er-Konten, und EB-Konten aufgesetzt sind.

Überträge von CBL/EB zu CEU: „Common Reference“ in ISO 20022-Nachrichten

Mit dem CEU-Release im November 2026 wird in Überträgen von CBL/EB zu CEU (“realignments”) in Swift-Nachrichten im ISO 20022-Format die Angabe der „Common Reference“ im Feld „Common trade reference“ (<Cmonld>) ebenso wie im ISO 15022-Format (im Feld :20C::COMM/) nicht mehr verpflichtend, sondern optional sein.
__________________________________________________________
O       Common trade reference – <Cmonld>    Common trade reference
__________________________________________________________

CASCADE-RS

Externe Depotüberträge ohne unaufgeforderte Wertpapiergutschriften

Im Falle eines externen Depotübertrags ohne Änderung des Endbegünstigten (zum Beispiel, wenn der Endbegünstigte die Depotbank wechselt), überträgt die CEU die registrierten Namensaktien des Endbegünstigten auf das Konto der neuen Depotbank und informiert die Registrare über den Wechsel der Depotbank (ohne Änderung des Endbegünstigten).

Dieser Prozess widerspricht dem Wunsch der aktiven Matcher, nie Positionen ohne eigene Gegeninstruktionen auf ihren Konten zu erhalten.

Um unaufgeforderte Wertpapiergutschriften auf den Konten aktiver Matcher zu vermeiden, führt CEU in den Kundenstammdaten jedes CEU-Haupt- oder Unterkontos ein neues Feld "AA01/P Ausschluss" ein, durch das Aktiv-Matching-Kunden unaufgeforderte Wertpapiergutschriften aus Depotüberträgen in CASCADE-RS Namensaktien ausschließen können (Feldwert = „J“).

Wenn zukünftig ein Depotübertrag gegen ein Konto mit dem Wert J im Feld "AA01/P Ausschluss" eingestellt wird, werden die Lieferungen mit dem Fehlercode "Registrierte Aktien, aktives Matching erforderlich" abgelehnt. Daher muss die übergebende Depotbank den Endbegünstigten aus den Registern austragen lassen und die nicht eingetragenen Positionen über einen Wertpapierübertrag (frei von Zahlung und mit Matching) an die neue Depotbank übergeben. Die erhaltende Bank muss die Lieferungen mit entsprechende Erhaltsinstruktionen matchen und für die Neuregistrierung der Positionen auf den Namen des Endbegünstigten Sorge tragen. Im CASCADE-RS Praxisführer Teil 1 auf den Seiten 46ff. werden die Abläufe beschrieben.

Alle Werte im neuen Feld der Kundenstammdaten sind standardmäßig unbelegt (Depotüberträge mit unaufgeforderte Wertpapiergutschriften sind erlaubt). Der neue Wert J kann über eine freie Textnachricht aus ClearstreamXact oder als Swift MT599 unter der Referenz „CASCADE-RS matching“ zu Händen CEU OSM Client Data Management für die vom Kunden explizit zu benennenden CEU-Haupt und/oder Unterkonten gesetzt werden.

Weitere Information dazu finden sich in der Kundemitteilung RS26027.

Kundensimulation

Regressionstests sind in den CEU-Simulationsumgebungen IMS23 (CASCADE) und OCCT (ClearstreamXact) möglich. Bereits vorhandene Stammdaten für CEU-Konten und die entsprechenden Einstellungen in den CEU-Kundensimulationsumgebungen bleiben unverändert. Falls Kunden Änderungen an den Einstellungen oder mehr Informationen zu den Simulationsanforderungen benötigen, können sie sich an connect-test@clearstream.com wenden.

Die aktualisierte Software für das T2S Release R2026.NOV wird am Freitag, den 9. Oktober 2026, im T2S Pre-Production Environment (UTEST) implementiert. Ab Montag, dem 12. Oktober 2026, können DCPs mit ihrer Simulation beginnen. In der IMS23 steht die neue Software zum Testen für die ICPs ab dem 19. Oktober 2026 zur Verfügung. Auf einer Webseite stehen zu diesem Zweck die Informationen zur Verfügbarkeit der CEU-Kundensimulationsumgebung bereit.

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  1. Diese Kundenmitteilung wurde herausgegeben von Clearstream Europe AG (CEU) mit Gesellschaftssitz Mergenthalerallee 61, 65760 Eschborn, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main, Deutschland, unter der Nummer HRB 7500.
  2. Informationen zum Leistungsumfang des T2S Releases stehen auf der Internetseite der EZB bereit (Stand Anfang März 2026).
  3. Da CEU die Angaben von T2S verwendet, werden diese in englischer Sprache aufgeführt.
  4. Während der vorbereitenden Tests sind Abweichungen von der geplanten Funktionalität gefunden worden (dokumentiert in den PBIs 240143 und 240191), die vorerst eine Implementierung durch CEU verhindern, bis sie beseitigt und erneut getestet wurden. CEU wird die Kunden auf dem Laufenden halten.
xlsx
T2S Release R2026.NOV – CRs (12 August 2026)
13.08.2026
xlsx
T2S Release R2026.NOV – PBIs (12 August 2026)
13.08.2026